Gemeinschaft & Treffen

Unsere Treffen schaffen durch die neue Art des Miteinanders im Sich Zeigen und Zuhören und durch das Nichtwissenfühlen einen Raum, in dem ein liebevoller und urteilsfreier Austausch möglich ist.

Das Herzstück von Verbundenleben

„Raus aus der Einsamkeit, rein in die Verbundenheit.“

Unser Ziel ist, uns selbst zu verändern und innere Störfaktoren zu überwinden, die uns von einem erfüllten Leben trennen. Unser persönliches Leben ist erfüllt, wenn wir als Teil der Gemeinschaft zum Wohlbefinden aller beitragen.

Das Konzept

Wir nennen diese Gruppen Inseln.

Es sind Inseln in einer Welt, in der sich Aggressivität und rücksichtslose Vorteilnahme immer weiter ausbreitet.1

  1. 01

    Wie eine Insel entsteht

    Ab 2 Personen können sie Gruppen bilden, in denen sie mit den Regeln ihr Leben gestalten wollen.

  2. 02

    Wie der Verein unterstützt

    Der Verein unterstützt Personen, die Inseln bilden wollen, und fördert die Vernetzung von Inseln untereinander.

  3. 03

    Wie man dazustoßen kann

    Der Verein bietet Informationsveranstaltungen zur Inselbildung an und vermittelt Interessierte miteinander.

Der Steinkreis

Strukturierter Austausch – jeder spricht, wenn er den Stein hat. Zuhören und sich zeigen.

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Unsere Haltung

Wie wir mit Regelbrüchen, alten Mustern und der Entwicklung der Gemeinschaft umgehen.

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Mitmachen

Was du brauchst, um teilzunehmen – und wie du eigene Treffen ins Leben rufst.

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Arbeitsmaterialien

Handlungsanleitungen und Spielregeln für unsere Treffen.

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Der Steinkreis

Der Steinkreis ist eine strukturierte Form des Gesprächs. Nur wer den Stein (symbolisch oder physisch) hält, spricht – alle anderen hören aufmerksam zu. Diese Form hilft, Unterbrechungen und Besserwisserei zu vermeiden und echte Begegnung zu ermöglichen.

Wir haben in den vergangenen Jahren ein bewährtes Verfahren, den Redestein, genutzt. Damit wird ein Gruppengespräch über persönliche und gesellschaftliche Themen nach unserer Beobachtung am besten organisiert. Der Redestein hat eine ähnliche Funktion, wie sie der Redestab bei Indianern hat.
Du sprichst erst dann, wenn du den Stein hast. Der Stein wird reihum gereicht, doch du musst nichts sagen, sondern kannst ihn still bei dir halten, solange es dein Bedürfnis ist und es von den anderen akzeptiert wird. Oder du reichst ihn kommentarlos weiter.
Bei einem Online-Gesprächskreis bietet es sich an, in alphabetischer Reihenfolge der Vornamen den virtuellen Redestein weiterzugeben. Wer mit seinem Beitrag fertig ist, sagt: „Ich bin fertig.“ Das ist zugleich die Aufforderung für die nächste Person zu sprechen.
Durch die Verlangsamung des Gesprächsablaufs hilft dir der Steinkreis, aus der eigenen Tiefe heraus zu sprechen. Über das zu sprechen, was dich wirklich berührt, das ist gemeint mit sich zu zeigen. Das bloße Reagieren auf andere oder sie zu kommentieren wird dadurch verhindert oder zumindest gebremst. Außerdem stellt der Steinkreis sicher, dass sich alle Teilnehmer gleichberechtigt einbringen können.2 Es geht nicht darum, Lösungen zu finden, sondern einander mit echtem Interesse zu begegnen. Dadurch können sich jedoch auch persönliche Probleme ohne jede Besserwisserei klären. Weitere Hinweise dazu in den Spielregeln.

Unsere Haltung

Wir bleiben konsequent an der Entwicklung dieser Haltung dran – auch wenn wir einmal gegen unsere Prinzipien verstoßen. Jeder Regelbruch, der uns oder andere leiden lässt, ist ein Weckruf, sich wieder an unser Motto zu erinnern und entsprechend zu handeln. Dabei gehen wir liebevoll auch mit uns selbst um und machen uns keine Vorwürfe, wenn wir an alten Mustern noch festhängen.

Unser Verhalten messen wir daran, ob es der Verbundenheit dient und Liebe unter den Menschen fördert. So begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise, um immer tiefere Verbindungen zwischen individuellem Wohlbefinden und gemeinsamem Wohl zu erforschen und zu praktizieren.

Wir sind uns bewusst, dass das Leben im Jetzt stattfindet. Die Vergangenheit ist im Jetzt enthalten und bildet die Grundlage für unsere Zukunft. Auch den Umgang mit dieser Tatsache wollen wir lernen.

Mitmachen

Jede Person ist willkommen. Du brauchst kein Vorwissen und musst nichts können. Allerdings musst du bereit sein, deine inneren Muster selbstkritisch zu betrachten und die Spielregeln anzuerkennen. Material dazu findest du in den vertiefenden Themen.

Melde dich über unser Kontaktformular an. Wir unterstützen dich auch, eine eigene Insel ins Leben zu rufen.

Rahmenbedingungen

Die 10 Vereinbarungen für unsere Inseln

Die folgenden Vereinbarungen für die Gruppentreffen sind kein fertiges Konzept, sondern sollen verhindern, dass wir in schwierigen Situationen und bei Konflikten in der Gruppe in Einsamkeit und in das Gefühl des Getrenntseins zurückfallen.

  1. 1

    In unseren Gruppen wird der Redestein benutzt. Nur derjenige spricht, der den Stein hat, es sei denn, dass ein anderes Mitglied eine Störung bei sich spürt und dies ansprechen möchte. Es sagt dann „Störung“ und beschreibt kurz sein Störgefühl. Über das weitere Vorgehen entscheidet die Gruppe, ggf. mehrheitlich.

  2. 2

    Wir lehnen jede Bewertung der Gefühle anderer ab. Jeder fühlt, denkt, spricht und handelt nur für sich selbst und ist dafür verantwortlich. Eigene negative Gefühle geben Hinweise zur Klärung eigener innerer Konflikte.

  3. 3

    Jeder kann sich nur selbst verändern und sich von Verbundenleben berühren lassen. Deshalb machen wir keine Aussagen, mit denen Personen beurteilt werden. Zu den Äußerungen und dem Verhalten anderer können wir in der Weise Stellung nehmen, indem wir darüber sprechen, was sie in uns selbst auslösen.

  4. 4

    Dies bildet die Basis für radikale Sachlichkeit bei Meinungsverschiedenheiten, ohne persönliche Angriffe.

  5. 5

    Wir entfalten unsere persönlichen Fähigkeiten, um friedliche Beziehungen zu anderen Menschen und zur Umwelt zu gestalten.

  6. 6

    Wir unterstützen uns gegenseitig:

    • a) Wir hören einander aufmerksam zu, ohne zu bewerten, und werden uns unserer Bewertungen bewusst.
    • b) Wir stehen zu unseren eigenen Empfindungen und teilen sie mit anderen, soweit wir möchten.
    • c) Jeder löst seine persönlichen Probleme selbst, aber wir stehen Menschen in Not zur Seite, soweit es möglich ist und sinnvoll erscheint. Es gibt keine gegenseitigen Ansprüche.

    So entsteht ein Raum, in dem auch schwierige Themen angstfrei angesprochen und geklärt werden können.

  7. 7

    Negative Gefühle können zu Spannungen in der Gruppe führen. Statt die Ursache bei anderen oder den Umständen zu suchen, nehmen wir die Herausforderung an, unsere eigenen negativen Gefühle zu verstehen und aufzulösen.

  8. 8

    Bei Konflikten, die durch starke negative Gefühle entstehen und nicht sofort gelöst werden können, entscheidet die Gruppe demokratisch nach Mehrheitsprinzip. Die Mehrheit hat nicht automatisch Recht, sondern das Mehrheitsprinzip dient der Handlungsfähigkeit.

  9. 9

    Persönliche Aussagen innerhalb der Gruppe dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Bei Zuwiderhandlung kann der Teilnehmer ausgeschlossen werden. Ausnahme: Gefahr für Leib und Leben.

  10. 10

    Verbundenleben dient weder dem Geldverdienen noch der Gründung ideologischer, esoterischer oder religiöser Gruppierungen.

Vertiefende Themen

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